Welche Faktoren die Akzeptanz von KI im Gesundheitswesen treiben
Ein systematisches Review zeigt, welche Aspekte die Akzeptanz von KI in der Versorgung fördern oder hemmen.
KI wird in der Versorgung nur dann breiter eingesetzt, wenn Patientinnen und Patienten sie als verlässlich und verständlich wahrnehmen. Ein systematisches Review fasst dafür zentrale Barrieren und Förderfaktoren zusammen.
Was passiert ist
Ein Team hat in einem systematischen Review die Evidenz zu Akzeptanzfaktoren für KI im Gesundheitswesen gebündelt. Im Fokus stehen die Bedingungen, unter denen Patientinnen und Patienten KI-Systeme annehmen oder ablehnen.
Die Studie ordnet Barrieren sowohl auf der Ebene der Wahrnehmung als auch auf der Ebene des Versorgungskontexts ein. Dazu zählen unter anderem fehlendes Vertrauen, Sorgen über Risiken sowie Informations- und Kommunikationsdefizite.
Als Treiber der Akzeptanz werden Faktoren identifiziert, die Nutzwert und Kontrolle sichtbar machen. Dazu gehören Transparenz über den Zweck der KI, verständliche Erklärungen und ein klarer Platz der KI in Entscheidungs- und Behandlungsprozessen.
Warum das wichtig ist
Akzeptanz ist in der Praxis nicht nur eine Frage der Technik, sondern der Umsetzung: Wenn Patientinnen und Patienten nicht nachvollziehen können, wofür ein KI-System genutzt wird oder wie Verantwortung geregelt ist, sinkt die Bereitschaft zur Nutzung. Das kann Auswirkungen auf die Einführung von KI in der Routineversorgung haben, von der Termin- und Diagnostik bis zum Clinical Decision Support.
Für Gesundheitseinrichtungen bedeutet das: Informationsstrategien, Kommunikationsstandards und klare Verantwortungsmodelle sind Teil der Implementierung, nicht Beiwerk. Gleichzeitig liefert die Review-Arbeit eine Grundlage, um regulatorische Anforderungen an Transparenz und Risikoerwartungen gezielt in den Versorgungsalltag zu übersetzen.